So This Was April

As this month is drawing to a close, I am, again, musing about its changeability. From record low to record high temperatures, from snow- and rainfalls to wind- and thunderstorms, Colorado Springs has seen it all. Whereas the first spring flowers were welcomed warmly, they paid for their precocity with their lives. Our daffodils and hyacinths did not recover, nor did the beautiful blossoms of the ornamental trees. Fruit orchards on Colorado’s Western Slope were assailed by frost at their most vulnerable, leading to distressing losses of the future harvest.

Während sich der April dem Ende zuneigt, sinne ich wiederum seiner Wechselhaftigkeit nach. Von Kälte- bis Hitzerekorden, von Schnee und Regen bis hin zu Wind und Donner, haben wir in Colorado Springs alles erlebt. Auch wenn die ersten Frühlingsblüten warm willkommen geheißen wurden, bezahlten sie für ihre Frühreife mit ihrem Leben. Weder die Osterglocken noch die Hyazinthen überlebten, ebenso wenig wie die wunderschönen Blüten der Zierbäume. Obstplantagen in den westlichen Gefilden Colorados wurden während der anfälligsten Phase von Frost angegriffen, was in verheerenden Ernteverlusten resultieren wird.

Nature is in a state of flux. While grasses are greening and bushes are beginning to don an emerald veil, trees are still mostly leafless. This is perhaps not unusual, but I seem more conscious of it these days. And more impatient for progress. Anticipation turns me insomniac, makes me look forward to each new morning, and enables me to experience many a rose-fingered dawn.

Die Natur ist im Wandel begriffen. Auch wenn die Gräser langsam grünen und die Sträucher sich einen grünlichen Schleier anlegen, sind die meisten Bäume noch blattlos. Obwohl das nicht ungewöhnlich ist, bin ich mir der Tatsache dieser Tage eher bewußt. Und warte ungeduldig auf Fortschritt. Meine Erwartungen rauben mir den Schlaf, lassen mich auf die Dämmerung warten und haben es mir ermöglicht, wiederholt die rosenfingrige Morgenröte zu erleben.

Birds are migrating in the northern hemisphere (and I assume in the southern, too). Almost every day brings new arrivals from the south, many of them clad in gorgeous breeding plumage, to better impress their future mates. Even the first hummingbirds have survived their incredible journey from Mexico. Our resident birds, too, are alive with spring fever: dancing, strutting turkeys, and mallard drakes nearly drowning their ladies during lovemaking. Robins begin to twitter in utter darkness, gradually to be joined by additional songsters, until the entire ether resounds with the glorious notes of the morning chorus.

Der Vogelzug auf der nördlichen Halbkugel ist im Gange, bzw. im Fluge (das gilt wahrscheinlich auch für die Südhalbkugel). Fast jeder Tag bringt Neuankömmlinge aus dem Süden, von denen viele ihr Prachtgewand tragen, um ihre zukünftigen Partner zu beeindrucken. Sogar die ersten Kolibris haben ihre unglaubliche Reise aus Mexiko hinter sich gebracht. Unsere Standortvögel verleihen ihren Frühlingsgefühlen Ausdruck: Hier sind die tanzenden, stolzierenden Truhähne, und da die Stockentenerpel, die ihre Damen beim Liebespiel fast ertränken. Drosseln zwitschern bereits wenn es noch stockdunkel ist, doch nach und nach schließen sich ihnen weitere Sänger an, bis der gesamte Äther mit den herrlichen Noten des Morgenchors widerhallt.

Spring is advancing at its own, good pace, and while the last months have been a time of stagnation for many humans, I hope that external doesn’t necessarily equal internal stagnation. Personally, having ingested countless words from books and no fewer impressions from the natural world, I feel the need to properly digest my diet, to ruminate and not yet regurgitate. Coupled with the desire to spend time away from the screen, this has made me decide to go on hiatus from blogging for a while. My friends, I trust that May will bring more changes for the better for all of us. Until we meet again I wish you good health and a positive outlook.

Während der Frühling seinem eigenen, weisen Rhythmus folgt und viele Fortschritte mit sich bringt, ist dies eine Zeit der Stagnation für zahlreiche Menschen. Doch ich hoffe, daß eine äußerliche Stagnation nicht unbedingt einer innerlichen gleich kommt. Nachdem ich persönlich in den vergangenen Monaten zahllose Worte aus Büchern und nicht weniger Impressionen aus der natürlichen Welt verschlungen habe, habe ich das Bedürfnis, meine Diät gut zu verdauen und wiederzukäuen, und sie nicht sofort wiederzugeben. Nebst dem Wunsch, weniger Zeit am Bildschirm zu verbringen, hat mich das dazu veranlaßt, mir eine Auszeit vom Bloggen zu nehmen. Meine Freunde, ich vertraue darauf, daß der Mai in vieler Hinsicht für uns alle besser wird. Bis zum „Wiedersehen“ wünsche ich Euch gute Gesundheit und Zuversicht.

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Bluebirds Of Happiness

Long before I had ever heard the titular expression, I was able to relate to its sentiment. If you have ever had a flock of bluebirds descend upon you, with their ethereal color and soft vocalizations, like messengers from a more gentle and beautiful realm, you will, too. And we are not alone. Chinese, European, and Native American folklore assigned special meanings to a variety of blue birds, perhaps associating their cerulean to celestial color and, thereby, to heaven.

While blue birds have engendered tender feelings through the ages and across the miles, we might have Belgian playwright and Nobel laureate in Literature, Maurice Maeterlinck, to thank for popularizing them in his 1908 play, “The Blue Bird.” Ever since “bluebirds of happiness” has been the theme of many a song and film, and the association has lodged itself in the collective psyche.

Lange bevor mir der Ausdruck „blaue Vögel des Glücks“ bekannt war, konnte ich den innewohnenden Gedanken nachvollziehen. Wenn Dir jemals eine Schar dieser blauen Vögel mit ihren ätherischen Farben und zarten Stimmen erschienen ist, kannst Du das auch. Und wir sind nicht allein. Chinesische, europäische und uramerikanische Folklore maßen einer ganzen Reihe blauer Vögel besondere Bedeutung bei, was vielleicht damit zusammenhängt, daß ihre blaue Farbe mit dem Himmel in Verbindung gebracht wurden.

Auch wenn blaue Vögel über lange Jahre und manche Meilen hinweg zarte Gefühle hervorriefen, haben wir vielleicht dem belgischen Bühnenautor und Literaturnobelpreisträger Maurice Maeterlinck für ihren Ruhm zu danken, da er sie 1908 in seinem Bühnenspiel „Der blaue Vogel“ popularisierte. Seither wurde der Ausdruck „Blaue Vögel des Glücks“ in zahlreichen Liedern und Filmen thematisiert, und die Assoziation hat sich in unserer kollektiven Psyche verankert.

Mountain Bluebird (Sialia currucoides)/Berghüttensänger

There are myriad blue birds, but true bluebirds (genus Sialia) exist only in North and Central America. All three species, Mountain, Western, and Eastern Bluebirds belong to the thrush family (Turdidae), like the well-known American Robins. The former two are typically found along and west of the Rocky Mountains, the latter east of them. As Colorado Springs straddles their ranges, all three species of bluebirds can be encountered and enjoyed here. A reflection of the high esteem in which they are held, September 24 has been declared National Bluebird Day. Unless one lives in areas where they occur year-round, the arrival of bluebirds denotes the end of winter and beginning of spring, and symbolizes hope and renewal.

Es gibt unzählige Arten blauer Vögel, aber die wahren “Bluebirds” (Hüttensänger auf Deutsch, womit sich die Schwierigkeit dieser Übersetzung zeigt, weil sie im Deutschen keinen Sinn ergibt), existieren nur in Nord- und Mittelamerika. Alle drei Arten gehören zu der Familie der Drosseln (Turdidae). Die Berghüttensänger und Blaukehlsänger kommen normalerweise entlang sowie westlich der Rocky Mountains vor, die Rotkehlsänger östlich der Bergkette. Da sich Colorado Springs über beide Lebensräume erstreckt, sind hier Begegnungen mit allen dreien möglich. Die Vögel werden so hoch geschätzt, daß der 24. September zu ihrem Gedenktag erklärt wurde. Es sei denn, jemand lebt in Gegenden, wo sie das ganze Jahr über auftreten, kennzeichnet die Ankuft der „Bluebirds“ das Ende des Winters und den Frühlingsbeginn und symbolisiert somit Hoffnung und Erneuerung.

Western Bluebird (Sialia mexicana)/Blaukehlhüttensänger

While it’s true that most of us need cheering up during the best of times, all of us could do with a few extra flickers of hope and renewal at present. Particularly those among us suffering from chronic illness, or anxiety and depression. It is to you in particular that I dedicate this post: Whatever it is that feeds your soul, I wish you precious moments with your very own harbingers of happiness.

Es ist wohl wahr, daß die meisten von uns selbst in den besten Zeiten Ermunterung brauchen. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt können wir alle von einer extra Portion Hoffnung und Erneuerung profitieren. Und insbesondere diejenigen unter uns, die unter chronischen Krankheiten oder Angststörungen und Depressionen leiden. Besonders Dir ist dieser Beitrag gewidmet: Was immer Deine Seele erfüllt, mögen Dir besondere Momente mit Deinen eigenen Glücksboten gewährt sein.

Eastern Bluebird (Sialia sialis)/Rothkehlhüttensänger

Who Am I?

More often than not, you will see signs of my activity, rather than see me personally. I gnaw off tree trunks and branches, which serves a threefold purpose: it keeps my teeth, which grow throughout my lifetime, at the proper length; it provides me with nutrition, herbivore that I am; and last but not least, it affords me the material needed in the construction of lodges and dams for which I’m famous. I have been called nature’s engineer, you see.

I’m typically active during the night (people call me a nocturnal animal), but you might catch a glimpse of me during the day, especially close to dusk when I’m beginning the night’s labors after having rested in my comfortable, elevated sleeping quarters inside my domicile, which I reach through an underwater entrance, invisible to you. If I perceive potential danger while swimming, you might hear me slap my tail on the water, creating a nice, big, loud splash, before I dive out of sight.

That tail is a thing of beauty, if I may say so myself. It’s flat, black, and adorned with scales. Not unlike fish scales, but please don’t confuse me with a fish, as I’m a mammal—more specifically a rodent. Why some prejudices exist against my large family, I don’t know. Methinks it’s because we like to gnaw on things you don’t want us to gnaw on. That tail of mine, which has been described as a paddle, would make me a great ping-pong player, if I were a little faster on my feet. You might call me corpulent, but I need my thick, insulating adipose tissue to keep me warm in the cold water where I spend many of my waking hours.

My lipid layers are encased in a splendid fur, which was the reason you once hunted us nearly to extinction. But that sad story I will leave for another time. I spend a lot of time combing and grooming that coat of mine, and applying a waterproofing, oily substance called castoreum. Both this and our scientific name, Castor canadensis, are derived from the Latin “castor” (and from the Greek “kastor”), meaning beaver. Castor nordamericanensis might be a slightly more apropos appellation, since we occur not only in Canada, but across most of North America.

Sometimes we act in unpredictable ways—and who doesn’t? Such was the case on an unusually mild day in March, when some of you were lucky to see me in broad daylight for an extended period. Even a beaver craves a little sunshine on occasion. I had ventured away from my usual haunt to inspect a nearby pond. Not finding it suitable to erect a mansion, I nevertheless did a little foraging and, in between, hauled out on a platform in the water to soak in some warmth.

Did you notice my sleek, shimmering coat? And did you see my tail? (Have I mentioned this wondrous appendage before?) How about my agile front paws, which enable me to carry sticks underwater, to groom my handsome face, and to hold a morsel and eat it. Let’s not forget my hind paws, each of which has five toes—just like your feet. Unlike yours, mine are webbed, and aid in propelling me forward. I bet you had no idea that I can swim at a speed of 6 miles per hour once I get going. And that I can hold my breath for up to 15 minutes!

But pardon me for digressing. And for, perhaps, appearing slightly immodest.

Who am I? Allow me to introduce myself. I am the American Beaver, at your service.

Pleased to meet you.

With thanks to my fellow blogger, Steve @ Portraits of Wildflowers for reminding me of the etymology of “castor.”

Bitte verzeiht mir, daß es wegen der Länge dieses Beitrags heute keine deutsche Übersetzung gibt.

Apríl, Apríl, Does What It Will

The title is a direct (if slightly old-fashioned) translation of a German saying, “April, April, macht was er will” (the emphasis being on the second syllable of Apríl, which is why I spelled it with an accent mark). The month with the reputation of being fickle, of doing what it wants with regard to the weather, has already lived up to its reputation. Sandwiched between two spring-like stretches, Colorado Springs awoke to 4 to 5 inches of fresh snow on April 3. As we tend to teeter on the verge of, if not the actual side of drought, any form of moisture is usually welcome (save during the rare but repetitive bouts of flooding the region experiences periodically).

Der Titel ist die englische Übersetzung des deutschen Sprichworts „April, April, macht was er will“. Der Monat ist seinem wechselhaften Ruf bereits gerecht geworden. Eingerahmt von zwei frühlingshaften Perioden erwachte Colorado Springs am 3. April mit etwa 11 Zentimeter Neuschnee. Da wir uns fast immer nahe, wenn nicht sogar jenseits der Dürregrenze bewegen, ist jegliche Art von Feuchtigkeit willkommen (es sei denn, die seltenen aber periodisch auftretenden Überschwemmungen betreffen die Region).

During this brief, wintry interlude, I set out to explore two of my regular birding destinations, both of which are located within walking distance from home. Few people were milling about on this cool and overcast morning, making it easy to keep a safe distance. The cover of snow and clouds swallowed most sounds and created a cocoon-like sense of calm and peace. To my utter delight, my feathered friends were out in full force. I hope you will enjoy the following impressions as much as I did.

Während dieses kurzen, winterlichen Intermezzos besuchte ich zwei Orte, wo ich regelmäßig zur Vogelschau unterwegs bin. Beide sind von zu Hause aus zu Fuß erreichbar. Da an diesem kühlen und bewölkten Tag wenige Menschen unterwegs waren, war es einfach, eine sichere Distanz einzuhalten. Die Schnee- und Wolkendecke dämmten die meisten Geräusche ein und vermittelten ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit. Zu meinem Entzücken waren meine gefiederten Freunde sehr betriebsam. Ich hoffe, die folgenden Eindrücke werden Dir ähnlich gut gefallen wie mir.

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Meet My March Mammals

The way I deal with the stresses of life is by spending as much time in nature as possible, away from (most) people. We are fortunate to live in a quasi-rural rather than an urban area, with access to plentiful parks and open spaces, where it’s relatively easy to avoid crowds. It is what I have done for years—and intend to continue.

Um mit den Herausforderungen des Lebens fertigzuwerden, verbringe ich so viel Zeit wie möglich in der Natur, weit weg von (den meisten) Menschen. Glücklicherweise leben wir in einer eher ländlichen Gegend und nicht einer Großstadt, und haben Zugang zu Parks und weiteren Freiräumen. Dort ist es relativ leicht, Menschenmengen aus dem Weg zu gehen, was ich schon seit Jahren tue, und was zu ändern ich nicht vorhabe.

My ornithophilia is well-known to most of you, but I also seek and enjoy encounters with featherless creatures. From my photo files come the following images of mammals I met in March, whose company brought me happy moments and smiles. Until I arrayed them for this post, I hadn’t noticed that they, too, are mono- or dichromatic, not unlike our late winter vegetation.

Meine Liebe zu Vögeln ist vielen unter Euch bekannt, doch halte ich auch nach federlosen Kreaturen Ausschau, und erfreue mich an Begegnungen mit ihnen. Aus meiner Photodatei stammen die folgenden Bilder derjenigen Säugetiere, die mir im März begegnet sind, und deren Gesellschaft mir frohe Momente bescherten und mich zum Lächeln brachten. Bis ich sie für diesen Blogbeitrag aussuchte, war mir nicht aufgefallen, daß auch sie mono- oder dichromatisch sind, so ähnlich wie unsere spätwinterliche Vegetation.

Fox Squirrels are ubiquitous, occurring in our yard and most public spaces, and they are curious and tame enough to be fairly easy to photograph. Not so Red Foxes, whose local numbers have dropped precipitously in recent years, owing to disease. When I detected this duo at the cemetery, of all places, it was my first sighting in several years. The healthy-appearing vulpines granted me just enough time to engage my camera twice or thrice before they performed a vanishing trick.

Fuchshörnchen sind weitverbreitet, und kommen in unserem Garten und den meisten öffentlichen Parks vor. Ihre Neugier und Zahmheit erleichtern es, sie zu photographieren. Anders sieht es mit Rotfüchsen aus, deren hiesige Population in den letzten Jahren aus Krankheitskgründen stark gefallen ist. Als ich dieses Duo ausgerechnet auf dem Friedhof entdeckte, war es die erste Sichtung seit einigen Jahren. Die gesund aussehenden Füchse gestatteten mir gerade genug Zeit, meine Kamera einige Male auszulösen, bevor sie von dannen zogen.

Most walks across our prairie are enriched by the voluminous vocalizations and amusing antics of Black-tailed Prairie Dogs. Their language is complex, and long before I hear or see them, they have already communicated my potentially dangerous arrival to their associates. Pronghorn, their neighbors, are far quieter. They are often wrongly referred to as antelope, but those exist only in Africa and Eurasia. Instead, these fastest land mammals of North America are the only representatives of the family Antilocapridae. Prairie dogs and Pronghorn alike are wary of humans—with good reason—but are quite photogenic from a distance.

Die meisten Spaziergänge durch unsere Prärie werden von voluminösen Vokalisationen und possierlichen Possen der Präriehunde bereichert. Deren Sprache ist komplex, und lange bevor ich sie höre oder sehe, haben sie meine potentiell mit Gefahren verbundene Ankunft bereits an ihre Gesellen kommuniziert. Gabelböcke, ihre Nachbarn, sind viel leiser. Sie werden of fälschlicherweise als Antilopen bezeichnet, doch die existieren nur in Afrika und Eurasien. Stattdessen sind diese schnellsten Landsäugetiere Nordamerikas die einzigen Vertreter der Familie “Antilocapridae”. Sowohl Präriehunde als auch Gabelböcke nehmen sich vor Menschen in Acht—aus guten Gründen—doch beide Arten sind von einer sicheren Distanz aus sehr fotogen.

The existence of farms and ranches also ensures the presence of many domesticated animals, and this curious calf (a Galloway, according to my Dad) and no less inquisitive donkey were eyeing me as attentively as I them.

Die Existenz von Farmen und Ranches stellen die Präsenz vieler domestizierter Tiere sicher, und dieses neugierige Kälbchen (ein Galloway, laut meinem Vater) und der nicht minder interessierte Esel schauten mich so aufmerksam an wie ich sie.

Thank you, my furry friends, for being there, and for allowing me glimpses into your lives.

Ich danke Euch, meine in Felle gekleideten Freunde. Dafür, daß Ihr da seid, und mir Einblicke in Eure Leben gewährt.

Looking For Spring

The plethora of shared nature impressions from my fellow bloggers in the last weeks is a reminder that springtime in Colorado arrives later than in other locations. The following images of Fountain Creek Regional Park, one of my favorite go-to places that help me forget about our chaotic reality, at least temporarily, were taken at the beginning of last week, a few days before spring equinox. While I love the muted late winter hues, I look forward to the impending surge of color.

Die reichhaltigen Naturimpressionen meiner Mitblogger in den vergangenen Wochen erinnern daran, daß der Frühling in Colorado später beginnt als an anderen Orten. Die folgenden Bilder von Fountain Creek Regional Park, einem meiner Lieblingsplätze, wo ich wenigstens zeitweise unsere chaotische Realität vergessen kann, habe ich zu Beginn der vergangenen Woche gemacht, nur wenige Tage vor der Frühjahrstagundnachtgleiche. Auch wenn ich die verhaltenen Winterfarben liebe, freue ich mich auf die bald zu erwartende Farbwelle.

Even here, at 6,000 feet elevation, the signs of vernal awakening are unmistakable. Our mono- to dichromatic vegetation is slowly but surely assuming more shades. The grass is turning green before our eyes, and tender emerald shoots are pushing their noses through the soft soil. A few buds have emerged and are about to open.

Selbst hier, auf 2.000 Meter Höhe, sind die Zeichen des Frühlingserwachens unverkennbar. Unsere mono- bzw. dichromatische Vegetation nimmt langsam aber sicher mehrere Schattierungen an. Das Gras ist täglich etwas grüner und zarte smaragdfarbene Sprosse stecken ihre Näschen durch die weiche Erde. Einige Knospen sind bereits völlig zum Vorschein gekommen und stehen kurz davor, sich zu öffnen.

The beginning of my favorite time of year promises something new and vital, in the midst of what feels like the end of the life we have known. While there seems to be nothing good in this pandemic for us humans, some hopeful reports suggest that our environment has already benefitted from the decrease in man-made pollution. I can’t help but see the silver lining on the horizon for Mother Earth created by even a brief break from our frenzied activity, but we need to figure out a way to continue to live without destroying our very basis of life.

Der Beginn meiner Lieblingsjahreszeit verspricht Neues und Vitales, inmitten einer Periode, die das Ende unserer bisherigen Existenz zu signalisieren scheint. Auch wenn diese Pandemie nichts Gutes für uns Menschen mit sich bringt, weisen einige hoffnungsvolle Berichte darauf hin, daß unsere Umwelt bereits von der Minderung der menschengemachten Verschmutzung profitiert hat. Ich kann nicht anders, als den Silberstreif am Horizont für Mutter Erde wahrzunehmen, der Resultat dieser relativ kurzen Unterbrechung unserer wahnwitzigen Aktivtäten ist, doch muß es uns langfristig gelingen, unser Leben fortzuführen, ohne dabei unsere eigene Lebensgrundlage zu zerstören.

Thinking of you across the globe, and wishing all of us good health and courage.

Ich denke an Euch rund um die Welt, und wünsche uns allen gute Gesundheit und Unverzagtheit.

Phoebe

Before an etymological search for the origins of the bird name phoebe, I suspected it was related to a deity from Greek mythology, or to one of Jupiter’s moons in some labyrinthine way. As it turns out, it is an onomatopoeic appellation, based on the Eastern Phoebe’s song, which has been variously transcribed as “fee-ah-bee,” or “whee-bee.”

Bevor ich mich dranmachte, die Etymologie für den englischen Vogelnamen “Phoebe” (Phoebetyrann im Deutschen) herauszufinden, vermutete ich, daß er von einer griechischen Göttin abgeleitet, oder über verschlungene Wege mit einem der Monde Jupiters verbunden war. Es stellte sich aber heraus, daß es sich um eine lautmalerische Bezeichnung handelt, basierend auf den Lauten, die der Weißbauch-Phoebetyrann von sich gibt.

North America has three species of phoebes. All share the genus name Sayornis, in honor of Thomas Say (1787-1834). This biologist is best known for his myriad entomological discoveries, but he was also the first who, while accompanying the 1819/20 expedition through the American West led by Major Stephen Long, described one of these handsome birds, which would later be called Say’s Phoebe (Sayornis saya, a double tribute). Sadly, Mr. Say did not get to enjoy his avian fame. He died of typhoid fever, twenty years before the genus name was assigned in 1854 by French naturalist Charles Lucien Bonaparte (a nephew of the (in)famous Emperor).

In Nordamerika gibt es drei Arten von Phoebetyrannen. Alle haben den Gattungsnamen Sayornis gemein, zu Ehren von Thomas Say. Dieser Wissenschaftler, der zwischen 1787 und 1834 lebte, ist am besten für seine zahlreichen entomologischen Entdeckungen bekannt. Doch war er auch der erste, der einen dieser attraktiven Vögel beschrieb, als er als Biologe eine von Major Stephen Long geleitete Expedition durch den amerikanischen Westen in den Jahren 1819-20 begleitete. Der Zimtbauch-Tyrann wurde später nach ihm benannt (Sayornis saya, ein doppelter Tribut). Leider war es Herrn Say nicht vergönnt, seinen Ruhm zu genießen, denn er verstarb an Typhus, und zwar 20 Jahre bevor der Gattungsname 1854 vom Naturkundler Charles Lucien Bonaparte eingeführt wurde (bei ihm handelte es sich übrigens um einen Neffen des berühmt-berüchtigen Kaisers).

Phoebes belong to the group of flycatchers. As the name implies, they feed predominantly on insects. After perching upright and scanning the environment, they sally forth to catch their prey in midair before returning to the same or a nearby resting spot. In Colorado, Say’s and Black Phoebes are typically seen only during the summer, though a few linger year-round, especially in the southern part of the state. Eastern Phoebes are rare visitors in western states. I love encountering all of them, and look forward to their return. Any day now!

Phoebetyrannen gehören zu den Fliegenfängern. Wie der Name andeutet, ernähren sie sich vorwiegend von Insekten. Sie hocken aufrecht und beobachten ihr Umfeld, um plötzlich loszufliegen und ihre Beute einzufangen, und danach wieder zum selben oder einem nahegelegenen Ruheplatz zurückzukehren. In Colorado sind Zimtbauch- und Schwarzkopf-Phoebetyrannen typischerweise nur im Sommer zu sehen, obwohl einige das ganze Jahr lang im Staat verbleiben, besonders in südlicheren Gefilden. Weißbauch-Phoebetyrannen sind seltene Besucher in den westlichen Staaten. Begegnungen mit allen Arten machen mir immer große Freude, und ich freue mich bereits auf ihre Rückkehr, die sehr bald stattfinden könnte.

Adult Say’s Phoebe (Sayornis saya)/Zimtbauch-Phoebetyrann Adult

Juvenile Say’s Phoebes/Zimtbauch-Phoebetyrann Junge

Black Phoebe (Sayornis nigricans)/Schwarzkopf-Phoebetyrann

Black Phoebe/Schwarzkopf-Phoebetyrann

Eastern Phoebe, having strayed west into Colorado/Weißbauch-Phoebetyrann zu Besuch in Colorado

Eastern Phoebe (Sayornis phoebe)/Weißbauch-Phoebetyrann

In the spirit of full disclosure: Since I wrote this a few weeks ago, I have already seen a Say’s Phoebe twice, which is early, but not unheard of.

Um ganz offen zu sein: Seit ich dies vor einigen Wochen schrieb, habe ich bereits zweimal einen Zimtbauch-Phoebetyrannen zu Gesicht bekommen. Eine frühe Ankunft, aber nicht völlig ungewöhnlich.