Meet My March Mammals

The way I deal with the stresses of life is by spending as much time in nature as possible, away from (most) people. We are fortunate to live in a rural rather than an urban area, with access to plentiful parks and open spaces, where it’s relatively easy to avoid crowds. It is what I have done for years—and intend to continue.

Um mit den Herausforderungen des Lebens fertigzuwerden, verbringe ich so viel Zeit wie möglich in der Natur, weit weg von (den meisten) Menschen. Glücklicherweise leben wir in einer ländlichen Gegend und nicht einer Großstadt, und haben Zugang zu Parks und weiteren Freiräumen. Dort ist es relativ leicht, Menschenmengen aus dem Weg zu gehen, was ich schon seit Jahren tue, und was zu ändern ich nicht vorhabe.

My ornithophilia is well-known to most of you, but I also seek and enjoy encounters with featherless creatures. From my photo files come the following images of mammals I met in March, whose company brought me happy moments and smiles. Until I arrayed them for this post, I hadn’t noticed that they, too, are mono- or dichromatic, not unlike our late winter vegetation.

Meine Liebe zu Vögeln ist vielen unter Euch bekannt, doch halte ich auch nach federlosen Kreaturen Ausschau, und erfreue mich an Begegnungen mit ihnen. Aus meiner Photodatei stammen die folgenden Bilder derjenigen Säugetiere, die mir im März begegnet sind, und deren Gesellschaft mir frohe Momente bescherten und mich zum Lächeln brachten. Bis ich sie für diesen Blogbeitrag aussuchte, war mir nicht aufgefallen, daß auch sie mono- oder dichromatisch sind, so ähnlich wie unsere spätwinterliche Vegetation.

Fox Squirrels are ubiquitous, occurring in our yard and most public spaces, and they are curious and tame enough to be fairly easy to photograph. Not so Red Foxes, whose local numbers have dropped precipitously in recent years, owing to disease. When I detected this duo at the cemetery, of all places, it was my first sighting in several years. The healthy-appearing vulpines granted me just enough time to engage my camera twice or thrice before they performed a vanishing trick.

Fuchshörnchen sind weitverbreitet, und kommen in unserem Garten und den meisten öffentlichen Parks vor. Ihre Neugier und Zahmheit erleichtern es, sie zu photographieren. Anders sieht es mit Rotfüchsen aus, deren hiesige Population in den letzten Jahren aus Krankheitskgründen stark gefallen ist. Als ich dieses Duo ausgerechnet auf dem Friedhof entdeckte, war es die erste Sichtung seit einigen Jahren. Die gesund aussehenden Füchse gestatteten mir gerade genug Zeit, meine Kamera einige Male auszulösen, bevor sie von dannen zogen.

Most walks across our prairie are enriched by the voluminous vocalizations and amusing antics of Black-tailed Prairie Dogs. Their language is complex, and long before I hear or see them, they have already communicated my potentially dangerous arrival to their associates. Pronghorn, their neighbors, are far quieter. They are often wrongly referred to as antelope, but those exist only in Africa and Eurasia. Instead, these fastest land mammals of North America are the only representatives of the family Antilocapridae. Prairie dogs and Pronghorn alike are wary of humans—with good reason—but are quite photogenic from a distance.

Die meisten Spaziergänge durch unsere Prärie werden von voluminösen Vokalisationen und possierlichen Possen der Präriehunde bereichert. Deren Sprache ist komplex, und lange bevor ich sie höre oder sehe, haben sie meine potentiell mit Gefahren verbundene Ankunft bereits an ihre Gesellen kommuniziert. Gabelböcke, ihre Nachbarn, sind viel leiser. Sie werden of fälschlicherweise als Antilopen bezeichnet, doch die existieren nur in Afrika und Eurasien. Stattdessen sind diese schnellsten Landsäugetiere Nordamerikas die einzigen Vertreter der Familie “Antilocapridae”. Sowohl Präriehunde als auch Gabelböcke nehmen sich vor Menschen in Acht—aus guten Gründen—doch beide Arten sind von einer sicheren Distanz aus sehr fotogen.

The existence of farms and ranches also ensures the presence of many domesticated animals, and this curious calf (a Galloway, according to my Dad) and no less inquisitive donkey were eyeing me as attentively as I them.

Die Existenz von Farmen und Ranches stellen die Präsenz vieler domestizierter Tiere sicher, und dieses neugierige Kälbchen (ein Galloway, laut meinem Vater) und der nicht minder interessierte Esel schauten mich so aufmerksam an wie ich sie.

Thank you, my furry friends, for being there, and for allowing me glimpses into your lives.

Ich danke Euch, meine in Felle gekleideten Freunde. Dafür, daß Ihr da seid, und mir Einblicke in Eure Leben gewährt.

Looking For Spring

The plethora of shared nature impressions from my fellow bloggers in the last weeks is a reminder that springtime in Colorado arrives later than in other locations. The following images of Fountain Creek Regional Park, one of my favorite go-to places that help me forget about our chaotic reality, at least temporarily, were taken at the beginning of last week, a few days before spring equinox. While I love the muted late winter hues, I look forward to the impending surge of color.

Die reichhaltigen Naturimpressionen meiner Mitblogger in den vergangenen Wochen erinnern daran, daß der Frühling in Colorado später beginnt als an anderen Orten. Die folgenden Bilder von Fountain Creek Regional Park, einem meiner Lieblingsplätze, wo ich wenigstens zeitweise unsere chaotische Realität vergessen kann, habe ich zu Beginn der vergangenen Woche gemacht, nur wenige Tage vor der Frühjahrstagundnachtgleiche. Auch wenn ich die verhaltenen Winterfarben liebe, freue ich mich auf die bald zu erwartende Farbwelle.

Even here, at 6,000 feet elevation, the signs of vernal awakening are unmistakable. Our mono- to dichromatic vegetation is slowly but surely assuming more shades. The grass is turning green before our eyes, and tender emerald shoots are pushing their noses through the soft soil. A few buds have emerged and are about to open.

Selbst hier, auf 2.000 Meter Höhe, sind die Zeichen des Frühlingserwachens unverkennbar. Unsere mono- bzw. dichromatische Vegetation nimmt langsam aber sicher mehrere Schattierungen an. Das Gras ist täglich etwas grüner und zarte smaragdfarbene Sprosse stecken ihre Näschen durch die weiche Erde. Einige Knospen sind bereits völlig zum Vorschein gekommen und stehen kurz davor, sich zu öffnen.

The beginning of my favorite time of year promises something new and vital, in the midst of what feels like the end of the life we have known. While there seems to be nothing good in this pandemic for us humans, some hopeful reports suggest that our environment has already benefitted from the decrease in man-made pollution. I can’t help but see the silver lining on the horizon for Mother Earth created by even a brief break from our frenzied activity, but we need to figure out a way to continue to live without destroying our very basis of life.

Der Beginn meiner Lieblingsjahreszeit verspricht Neues und Vitales, inmitten einer Periode, die das Ende unserer bisherigen Existenz zu signalisieren scheint. Auch wenn diese Pandemie nichts Gutes für uns Menschen mit sich bringt, weisen einige hoffnungsvolle Berichte darauf hin, daß unsere Umwelt bereits von der Minderung der menschengemachten Verschmutzung profitiert hat. Ich kann nicht anders, als den Silberstreif am Horizont für Mutter Erde wahrzunehmen, der Resultat dieser relativ kurzen Unterbrechung unserer wahnwitzigen Aktivtäten ist, doch muß es uns langfristig gelingen, unser Leben fortzuführen, ohne dabei unsere eigene Lebensgrundlage zu zerstören.

Thinking of you across the globe, and wishing all of us good health and courage.

Ich denke an Euch rund um die Welt, und wünsche uns allen gute Gesundheit und Unverzagtheit.

Phoebe

Before an etymological search for the origins of the bird name phoebe, I suspected it was related to a deity from Greek mythology, or to one of Jupiter’s moons in some labyrinthine way. As it turns out, it is an onomatopoeic appellation, based on the Eastern Phoebe’s song, which has been variously transcribed as “fee-ah-bee,” or “whee-bee.”

Bevor ich mich dranmachte, die Etymologie für den englischen Vogelnamen “Phoebe” (Phoebetyrann im Deutschen) herauszufinden, vermutete ich, daß er von einer griechischen Göttin abgeleitet, oder über verschlungene Wege mit einem der Monde Jupiters verbunden war. Es stellte sich aber heraus, daß es sich um eine lautmalerische Bezeichnung handelt, basierend auf den Lauten, die der Weißbauch-Phoebetyrann von sich gibt.

North America has three species of phoebes. All share the genus name Sayornis, in honor of Thomas Say (1787-1834). This biologist is best known for his myriad entomological discoveries, but he was also the first who, while accompanying the 1819/20 expedition through the American West led by Major Stephen Long, described one of these handsome birds, which would later be called Say’s Phoebe (Sayornis saya, a double tribute). Sadly, Mr. Say did not get to enjoy his avian fame. He died of typhoid fever, twenty years before the genus name was assigned in 1854 by French naturalist Charles Lucien Bonaparte (a nephew of the (in)famous Emperor).

In Nordamerika gibt es drei Arten von Phoebetyrannen. Alle haben den Gattungsnamen Sayornis gemein, zu Ehren von Thomas Say. Dieser Wissenschaftler, der zwischen 1787 und 1834 lebte, ist am besten für seine zahlreichen entomologischen Entdeckungen bekannt. Doch war er auch der erste, der einen dieser attraktiven Vögel beschrieb, als er als Biologe eine von Major Stephen Long geleitete Expedition durch den amerikanischen Westen in den Jahren 1819-20 begleitete. Der Zimtbauch-Tyrann wurde später nach ihm benannt (Sayornis saya, ein doppelter Tribut). Leider war es Herrn Say nicht vergönnt, seinen Ruhm zu genießen, denn er verstarb an Typhus, und zwar 20 Jahre bevor der Gattungsname 1854 vom Naturkundler Charles Lucien Bonaparte eingeführt wurde (bei ihm handelte es sich übrigens um einen Neffen des berühmt-berüchtigen Kaisers).

Phoebes belong to the group of flycatchers. As the name implies, they feed predominantly on insects. After perching upright and scanning the environment, they sally forth to catch their prey in midair before returning to the same or a nearby resting spot. In Colorado, Say’s and Black Phoebes are typically seen only during the summer, though a few linger year-round, especially in the southern part of the state. Eastern Phoebes are rare visitors in western states. I love encountering all of them, and look forward to their return. Any day now!

Phoebetyrannen gehören zu den Fliegenfängern. Wie der Name andeutet, ernähren sie sich vorwiegend von Insekten. Sie hocken aufrecht und beobachten ihr Umfeld, um plötzlich loszufliegen und ihre Beute einzufangen, und danach wieder zum selben oder einem nahegelegenen Ruheplatz zurückzukehren. In Colorado sind Zimtbauch- und Schwarzkopf-Phoebetyrannen typischerweise nur im Sommer zu sehen, obwohl einige das ganze Jahr lang im Staat verbleiben, besonders in südlicheren Gefilden. Weißbauch-Phoebetyrannen sind seltene Besucher in den westlichen Staaten. Begegnungen mit allen Arten machen mir immer große Freude, und ich freue mich bereits auf ihre Rückkehr, die sehr bald stattfinden könnte.

Adult Say’s Phoebe (Sayornis saya)/Zimtbauch-Phoebetyrann Adult

Juvenile Say’s Phoebes/Zimtbauch-Phoebetyrann Junge

Black Phoebe (Sayornis nigricans)/Schwarzkopf-Phoebetyrann

Black Phoebe/Schwarzkopf-Phoebetyrann

Eastern Phoebe, having strayed west into Colorado/Weißbauch-Phoebetyrann zu Besuch in Colorado

Eastern Phoebe (Sayornis phoebe)/Weißbauch-Phoebetyrann

In the spirit of full disclosure: Since I wrote this a few weeks ago, I have already seen a Say’s Phoebe twice, which is early, but not unheard of.

Um ganz offen zu sein: Seit ich dies vor einigen Wochen schrieb, habe ich bereits zweimal einen Zimtbauch-Phoebetyrannen zu Gesicht bekommen. Eine frühe Ankunft, aber nicht völlig ungewöhnlich.

Welcome to Rock Ledge Ranch

Last week’s post featured a picture of one of the former tuberculosis huts, which was re-fashioned into the entrance booth for the Rock Ledge Ranch. It inspired me to re-visit my photo archive with copious images of what is another one of my favorite go-to places. This special site is now owned by the city of Colorado Springs, and operated as a historical park. Assorted buildings, some of them original, some reconstructed, commemorate and celebrate different eras of human land use. During special living history events throughout the year, volunteers clad in period costumes and equipped with corresponding tools and gadgets bring the olden days to life by demonstrating what it might have looked like for previous generations.

Mein Blogbeitrag vergangene Woche enthielt das Bild einer ehemaligen Tuberkulosehütte, die zur Eingangsbude für die Rock Ledge Ranch umgestaltet wurde. Es inspirierte mich dazu, mein Photoarchiv durchzuschauen, das zahlreiche Ansichten eines weiteren Lieblingsortes enthält. Dieser besondere Fleck befindet sich heutzutage im Besitz von Colorado Springs und wird als historischer Park betrieben. Allerlei Gebäude, von denen einige originell und andere rekonstruiert sind, erinnern an verschiedene Epochen der Landnutzung. Während spezieller Veranstaltungen, bei denen Freiwillige traditionelle Kleidung tragen und den Gebrauch alter Werkzeuge und Maschinen demonstrieren, werden die Zeiten und Bräuche früherer Generationen wieder zum Leben erweckt.

The open shelter exemplifies the period when American Indians, who had called this region home for millenia, exchanged goods with newly arrived trappers and traders. This was followed by the era of homesteaders. We know that a Mr. Galloway lived in a log cabin on the grounds in the 1860s. After the Chambers family purchased his homestead claim in 1874, they built a handsome stone structure and christened their possession Rock Ledge Ranch, as it was perched on the verge of the iconic rock formations of Garden of the Gods. The Chambers became successful farmers and ranchers and were renowned for their orchards and boarding house. General Palmer, founding father of Colorado Springs, purchased their land at the beginning of the 20th century. To welcome his sister-in-law and her husband, who had resided in Cape Town for a number of years, he commissioned well-known local architect Thomas MacLaren to build the elegant Orchard House in the in the Cape Dutch style representative of the Cape of Good Hope. A smithy, workshop, barn, carriage house, and general store round out the structures.

Der offene Unterstand erinnert an die Jahre, in denen die Indianer, die diese Gegend jahrtausendeleang ihr eigen genannt hatten, mit den neuangekommenen Trappern und Händlern Waren austauschten. Diesen folgten die ersten Siedler, und es ist bekannt, daß ein Herr Galloway hier in den 1860er Jahren in einer Holzhütte lebte. Nachdem die Familie Chambers 1874 sein Land erwarb, baute sie ein schmuckes Haus aus Stein und taufte ihren Besitz Rock Ledge Ranch, weil er an die bekannten Felsformationen des Garden of the Gods angrenzte. Die Chambers wurden zu erfolgreichen Farmern und Ranchern, und waren für ihre Obstbäume und Fremdenpension bekannt. Der Gründer von Colorado Springs, General Palmer, erstand Anfang des 20. Jahrhunderts das Grundstück und beauftragte den angesehenen Architekten Thomas MacLaren, ein elegantes Gebäude in einem für Südafrika typischen Stil zu errichten. Dieses Orchard House bot er seiner Schwägerin und ihrem Mann, die einige Jahre in Südafrika verbracht hatten, als Heim an. Außer diesen Bauten gibt es noch eine Schmiede, eine Werkstätte, eine Scheune, ein Kutschenhaus sowie einen Krämerladen.

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Zum Vergrößern, das Bild bitte anklicken. Um den Titel zu lesen, mit der Maus darüber schweben.

The entrance booth is in use only during those five or six special annual occasions that draw large crowds of visitors. On four days during the summer months, the general store sells ticket for those interested in touring the interior of the former residences. But the park itself is open and free to anyone all year long. Despite its proximity to often-overrun Garden of the Gods, Rock Ledge Ranch itself remains a destination where one can be alone with plentiful wildlife as well as with a number of tame critters. To someone, who still dreams of being a farm girl, the latter serve as additional magnets. Among the occasional pigs and the always-present chickens, sheep, and horses, my favorite is 10-year-old Pumpkin, the Jersey cow. According to her caretaker, who daily cleans the stables and replenishes the animals’ provisions, she might live another two decades. To see her sweet face and long eyelashes and to observe her and her fellow denizens are some of the reasons why I direct my steps to Rock Ledge Ranch time and again.

Die Eingangsbude wird nur an fünf oder sechs besonderen Anlässen im Jahr genutzt, die große Menschenmassen anziehen. An vier Wochentagen während der Sommermonate kann man Eintrittskarten in dem kleinen Laden erwerben, um die Innenräume der ehemaligen Wohnstätten zu besichtigen. Doch der Park an sich ist das ganze Jahr lang offen, und umsonst zu genießen. Trotz seiner Nähe zu dem oft überlaufenen Garden of the Gods ist es noch möglich, auf der Rock Ledge Ranch mit allerlei wild lebenden und zahmen Tieren alleine zu sein. Für eine, die noch immer davon träumt, auf einem Bauernhof zu leben, ist das ein zusätzlicher Magnet. Unter den gelegentlichen Schweinen und den stets präsenten Hühnern, Schafen und Pferden ist die zehnjährige Jerseykuh „Pumpkin“ (Kürbis) meine besondere Favoritin. Laut ihrem Pfleger, der täglich die Ställe ausmistet und die Tiere füttert, dürfte sie noch zwei weitere Jahrzehnte leben. Um ihr liebliches Antlitz samt langen Wimpern zu erblicken, und um ihr und ihren Mitgeschöpfen zuzuschauen, zählt zu den Gründen, warum ich immer wieder meine Schritte zur Rock Ledge Ranch lenke.

History in our Midst

Imagine living in this octagonal hut for months, if not years at a time, with only a bed, a nightstand, a closet, a washbasin, and a desk. If you were lucky, you might have had electricity and a small stove, but this was not guaranteed. If you had been among those seeking a cure for tuberculosis in the Pikes Peak region in the late 19th or early 20th century, this type of domicile might have been your home away from home.

Stell Dir vor, in dieser achteckigen Hütte, die nur mit einem Bett, einem Nachttisch, einem Kleiderschrank, einem Waschlavoir sowie einem Schreibtisch ausgestattet war, monate-, wenn nicht jahrelang leben zu müssen. Vielleicht gab es Elektrizität und einen kleinen Ofen, doch das war nicht garantiert. Wenn Du eine(r) derjenigen gewesen wärst, die Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts in der Pikes Peak Region nach Heilung für ihre Tuberkulose suchten, wäre diese Art Domizil Deine zweite Heimat gewesen.

Entrance to Rock Ledge Ranch (adjacent to Garden of the Gods)/Eingang zur Rock Ledge Ranch

These structures were frequent sights in our region when it served as a major destination for sufferers of what was historically referred to as consumption, phthisis, or “White Plague,” named in contrast to the Black Death. Tuberculosis, this old scourge of humanity, had no known cause until 1882, when German bacteriologist Robert Koch proved that it was caused by an infection with Mycobacterium tuberculosis.

Even after the disease could be attributed to a specific germ, no targeted treatment existed until antibiotics became commercially available in the 1940s. This dilemma spawned multiple popular therapies, among them the climate cure. Travel or a move to a healthier climate was deemed beneficial for the afflicted, especially in combination with good nutrition and plenty of rest. After the founding of Colorado Springs and Manitou Springs in the early 1870s, local boosters were quick in advertising our climate as therapeutic to invalids “chasing the cure,” in the jargon of the time. Our dry air, high altitude, and more than three hundred days of sunshine were major selling points and attracted countless number of tuberculars, consumptives, lungers or chasers, as they were known.

Diese Gebäude waren oft in unserer Region anzutreffen, als sie ein Hauptreisziel derer war, die unter der Krankheit litten, die lange als Schwindsucht, Phthisis oder weiße Pest bekannt war (im Unterschied zum schwarzen Tod). Die Ursache dieser alten Geißel der Menschheit war unbekannt, bis der deutsche Bakteriologe Robert Koch 1882 bewieß, daß eine Infektion mit „Mycobacterium tuberculosis” für Tuberkulose verantwortlich war.

Doch selbst, nachdem die Krankheit einem spezifischen Erreger zugewiesen werden konnte, existierte keine gezielte Behandlung, bis Antibiotika in den 1940er Jahren kommerziell auf den Markt kamen. Dieses Dilemma resultierte in allerlei volkstümlichen Therapien, unter anderem der Klimakur. Man ging davon aus, daß eine Reise oder ein Umzug in ein gesünderes Klima für die Betroffenen nutzbringend war, besonders in Kombination mit reichhaltiger Nahrung und körperlicher Schonung. Nach der Gründung von Colorado Springs und Manitou Springs Anfang der 1870er Jahre machten beide Orte Reklame, und priesen unser Klima als therapeutisch für alle diejenigen an, die nach Heilung strebten. Unsere trockene Luft, hohe Lage und mehr als 300 Sonnentage pro Jahr waren wichtige Werbeargumente, und lockten zahllose Tuberkulöse, Schwindsüchtige oder sonstige Lungenkranke an.

Twin TB Huts along Manitou Avenue in Manitou Springs/Zwillingshütten in Manitou Springs

Tuberculosis sanatoria became widespread in the shadow of Pikes Peak and most of them had free-standing tuberculosis huts on their property. These huts’ architecture was conceived by one of the local pioneer physicians, Dr. Charles Fox Gardiner, and was inspired by the form and function of American Indian teepees. Originally built of canvas, they were called Gardiner sanatory tents, until more permanent wooden models became en vogue. Their design exposed the sick to as much air as possible by circulating it constantly. It entered through open spaces around the floor and escaped through a vent in the roof.

Tuberkulosesanatorien waren im Schatten von Pikes Peak weitverbreitet und die meisten hatten freistehende Tuberkulose Hütten. Deren Architektur wurde von einem der frühen Ärzte entworfen. Dr. Charles Fox Gardiner war von der Form und Funktion der indianischen Tipis inspiriert worden. Die ursprünglichen Konstruktionen bestanden aus Segeltuch und hießen Gardiner-Zelte, bis stabilere Holzmodelle in Mode kamen. Ihr Design setzte die Kranken so viel frischer Luft wie möglich aus, indem sie sie zirkulierte. Sie drang durch Öffnungen oberhalb des Bodens ein, und entwich durch einen Schlot im Dach.

Interior of TB hut at the former Woodmen of America Sanatorium/Inneres einer ehemaligen TB-Hütte

Several surviving specimens stand scattered throughout the region and if you live in, or have visited Colorado Springs, chances are that you, too, have come across one of them—perhaps at the Pioneers Museum, at Penrose Hospital, in some Old North End Neighborhood backyard, in Manitou Springs, or at Mount St. Francis on West Woodmen Avenue (the former Woodmen of America Sanatorium, where I took the uppermost photo). A few cabins display the interior décor as it might have appeared during their heyday, but many more have been repurposed into garden sheds, gift shops, museums, or entrance booths. Others are simply fading away, being gnawed on by the tooth of time. But all serve as reminders of an important chapter in the annals of Colorado Springs which defined the first seven decades of the city’s life.

Einige erhaltene Exemplare sind noch in der Gegend verstreut, und wenn Du in Colorado Springs lebst oder die Stadt schon mal besucht hast, ist es gut möglich, daß Du auf eins gestoßen bist—vielleicht im Pioneers Museum, am Penrose Krankenhaus, in einem der älteren Stadtviertel, in Manitou Springs oder auf dem Gelände von St. Francis (einem ehemaligen Sanatorium, wo das oberste Photo herstammt). Einige der Hütten demonstrieren die ursprüngliche Innenausstattung, doch die meisten wurden umfunktioniert, und dienen heute als Gartenhäuschen, Geschenkeläden, Museen oder Eintrittskabinen. Andere schwinden dahin, angenagt vom Zahn der Zeit. Aber alle dienen der Erinnerung an ein wichtiges Kapitel in den Annalen von Colorado Springs, das die ersten sieben Jahrzehnte der Stadt bestimmte.

More Sheep

Do you remember the elation I felt about my first encounter with one of our local Bighorn Sheep this past summer? Multiply that excitement by sixty, and you will be able to relate to my sheer sense of delight about a more recent event.

Erinnerst Du Dich noch über mein Hochgefühl, als ich im vergangenen Sommer das erste Mal eines unserer hiesigen Dickhornschafe sah? Multipliziere diese Begeisterung mal sechzig, dann kannst Du Dir meine Euphorie über ein Ereignis neueren Datums ausmalen.

As has been the case repeatedly in the past, once that long-awaited, sought-for first meeting with an elusive animal takes place, similar rendezvous tend to happen more easily—the Gordian Knot having finally been severed. Consequently, when I crossed paths not only with one Bighorn Sheep, but with an entire herd on a sunny Saturday in mid-February, I wasn’t overly surprised. Which doesn’t meant that I wasn’t utterly enchanted.

Wie ich bereits öfter erfuhr, gibt es eine Tendenz, daß gewisse Tiere, die sich anfänglich nur nach langem Suchen blicken ließen, plötzlich öfter zu sehen sind, nachdem der Gordische Knoten endlich durchschnitten ist. Folglich war ich nicht allzu überrascht, als ich an einem sonnigen Samstag Mitte Februar nicht nur einem einzigen Dickhornschaf begegnete, sondern einer ganzen Herde. Was nicht bedeutet, daß ich nicht völlig aus dem Häuschen war.

The rams and ewes of this mixed flock were licking salt off a street, in addition to sunning and grazing on a hillside on the beautiful grounds of Glen Eyrie, the same location of my previous solitary tête-à-tête. Fortunately only in a figurative sense, otherwise my noggin would have been badly hurting, despite my reputation of being hardheaded 😊.

Die Böcke und Auen dieser gemischten Schar leckten Salz von einer Straße, grasten und sonnten sich an einem Hügel auf dem wunderschönen Grundstück von Glen Eyrie, eben dem Ort, wo auch mein vorheriges Kopf-an-Kopf Treffen stattfand. Glücklicherweise nur im übertragenen Sinne, denn sonst hätte meine Birne gebrummt, trotz meines Rufes, dickköpfig zu sein 😊.

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Milestone 100

Birders are strange, at least in the eyes of non-birders. We have birds on our brains around the clock, straining our ears for their vocalizations from the first waking moment until we drift off to sleep (there could always be an owl hooting in the middle of the night). We are forever alert to winged motion and bird voices, scan the land and sky incessantly, and even interrupt conversations with our interlocutors in order to identify a sight or sound (an irritating behavior our spouses have to tolerate, but we might lose friends over).

Ornithophile sind schräge Vögel, wenigstens in den Augen derer, die nicht auf Vögel achten. Wir sind rund um die Uhr auf Vögel versessen, vom Moment des Aufwachens, wenn wir die Ohren spitzen, um ihren Gesang zu hören, bis zum Einschlafen (da könnte ja eventuell nachts eine Eule rufen). Wir achten ständig auf Flügelschläge und Vogelstimmen und unsere Augen suchen Land und Luft ab, ja wir unterbrechen sogar unsere Gesprächspartner (ein irritierendes Verhalten, das unsere Gatten tolerieren müsssen, aber Freundschaften kosten mag).

We are the people who have trouble leaving the house without binoculars, and if you see someone with looking glasses wrapped around their chest and a camera slung across their shoulder, the likelihood of facing a birder is high. This might even happen in a city. When we are skimming building façades, we aren’t spying on your private life (we tend to be little interested in humans), but we are trying to recognize what is clambering up the wall or perching on the gable.

Wir sind die Menschen, die Probleme haben, das Haus ohne Fernglas zu verlassen, und wenn Dir jemand mit Feldstecher und Kamera über den Weg läuft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß es sich um einen Vogelliebhaber handelt. Dies mag sogar innerhalb der Stadt passieren. Wenn wir die Fassaden eines Gebäudes untersuchen, bespitzeln wir nicht Dein Privatleben (Menschen interessieren uns eher weniger), sondern wir versuchen zu erkennen, wer da an der Wand hochklettert oder auf dem Giebel sitzt.

We get up in the middle of the night, travel out of our way to see a rare bird (though this practice is dubious in the age of climate change), and spend hours prowling and counting birds wherever we go. We are like the proverbial kids in the candy store, especially when we encounter a new bird—a life bird, or lifer. We keep lists of our sightings—or eBird does it for us. If you are not familiar with The Cornell Lab of Ornithology’s online citizen science tool that documents and analyzes avian data, please check it out here.

Wir stehen mitten in der Nacht auf, fahren zu abgelegenen Orten, um einen seltenen Vogel zu erhaschen (obwohl diese Praxis in Zeiten des Klimawandels dubios ist) und streichen stundenlang durch die Landschaft und zählen Vögel. Wir fühlen uns wie das sprichtwörtliche Kind im Süßwarenladen, besonders wenn wir einen Vogel zum ersten Mal im Leben sehen. Wir führen Listen unserer Sichtungen, oder eBird tut es für uns. Wenn Du noch nicht mit diesem Programm des Cornell Labors der Ornithologie vertraut bist, das Daten von Amateurforschern speichert und auswertet, kannst Du hier klicken.

Some birders are more into lists than others. They monitor not only life lists, but yearly or even monthly lists, trying to exceed their previous records. I try not to allow lists to control my life, but they seem to appeal to some innate human need to organize, so I’m not immune. My principal goal, however, is to spend time in nature, to learn about bird song and behavior, and to watch them in their habitat.

Manche Vogelliebhaber lieben Listen mehr als andere. Sie überwachen nicht nur Lebenslisten, sondern auch jährliche oder sogar monatliche Listen, und versuchen, ihre vorherigen Rekorde zu übertreffen. Ich versuche, mein Leben nicht von Listen bestimmen zu lassen, doch irgendwie scheinen sie unserer angeborenen Tendenz zum Organisieren zuzusagen, weshalb ich nicht immun bin. Doch Hauptsache für mich ist es, Zeit in der Natur zu verbringen, den Gesang und das Verhalten der Vögel zu studieren sowie sie in ihrer Umwelt zu beobachten.

But thanks to eBird, I can be aware at any moment how many birds I have seen at any given time and location. Or when I have passed the 100 species mark for the year. I was gratified to learn that with increasing interest in all things feathered, it takes less time each year to reach this milestone. In 2020, it happened on February 2nd. Fear not. I will not ask you to read about or look at images of 100 different birds, but I’m merely sharing the portraits of some of the winged wonders which have brightened the new year and have given wings to my soul.

Doch dank eBird kann ich allezeit wissen, wie viele Vögel ich an einem beliebigen Ort zu einer beliebigen Zeit gesehen habe. Oder zu welchem Zeitpunkt im Jahr ich 100 verschiedenen Arten begegnet bin. Es war befriedigend zu erfahren, daß mein wachsendes Interesse für alles Federartige dazu geführt hat, daß ich diesen Meilenstein jedes Jahr etwas früher erreiche. 2020 passierte es am 2. Februar. Keine Angst. Ich werde nicht von Dir verlangen, 100 verschiedene Vogelbilder oder -namen anzuschauen oder durchzulesen. Ich zeige lediglich Porträts einige der beschwingten Wesen, die das neue Jahr verschönert, und meiner Seele Flügel verliehen haben.

To enlarge a photo, click on it. To read its caption, hover cursor over it (the top photo features a male Hooded Merganser).

Zum Vergrößern, das Bild bitte anklicken. Um den Titel zu lesen, mit der Maus darüber schweben (das obige Photo zeigt einen männlichen Kappensänger).