Better Late Than Never

At times we are granted unexpected sightings, at others, the subject of our desire remains out of reach, no matter how hard we try. Yet every so often, when we have resigned ourselves to the fact that some yearnings will remain ungratified, like an offering from the Fates, we are provided with an unforeseen gift.

Such was the case on this summer day, when I decided to prolong my visit at Glen Eyrie, where my weekly group of birding enthusiasts had done a survey of the local avifauna. This former estate of Colorado Springs founder, General William Jackson Palmer, is now in the possession of the Navigators, who run it as a religious retreat center, but also offer admittance to the public via a reservation system. After my birding friends’ departure, I hiked some of the rocky trails between the geologic formations that are the direct continuation of neighboring Garden of the Gods to the south.

Zu manchen Zeiten werden uns unerwartete Sichtungen zuteil, zu anderen wiederum wird uns das Objekt unserer Sehnsucht verwehrt, egal wie sehr wir danach streben. Gelegentlich, nachdem wir uns bereits damit abgefunden haben, daß unsere Wünsche unerfüllt bleiben, beschenkt uns das Schicksal mit unvorhergesehenen Gaben.

Das war an diesem Sommertag der Fall, als ich mich entschied, meinen Besuch bei Glen Eyrie zu verlängern, wo mein Vogelclub eine Bestandsaufnahme der Vogelwelt gemacht hatte. Dieses ehemalige Anwesen von General William Jackson Palmer, dem Stadtgründer von Colorado Springs, ist jetzt im Besitz der Navigatoren, die es als religiösen Erholungsort betreiben, es aber auch der Öffentlichkeit mittels Reservierung zugänglich machen. Nachdem meine Vogelfreunde Abschied genommen hatten, erforschte ich einige der Wanderpfade inmitten der geologischen Formationen, die die direkte Fortsetzung des benachbarten Garden of the Gods darstellen.

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The early morning’s sunny sky had been obscured by clouds, resulting in a mystical atmosphere. Maybe this was the prerequisite for viewing what, in my mind, had become a mythical animal, as it had remained unfindable by me, despite being observed and photographed by seemingly every other person, resident and visitor alike. When my roving gaze discerned an unusual shape between the angular cliffs, I did a double take, and my heart a double beat.

Der sonnige Morgenhimmel war von einer Wolkendecke verschleiert worden, was in einer mystischen Stimmung resultierte. Vielleicht war das die Voraussetzung dafür, dasjenige Tier zu Gesicht zu bekommen, das für mich zum Fabelwesen geworden war, da es unauffindbar war, obwohl es scheinbar jede Person außer mir bereits gesehen und photographiert hatte, egal ob Anwohner oder Besucher. Als mein umherschweifender Blick eine ungewöhnliche Kontur zwischen den kantigen Klippen wahrnahm, mußte ich zweimal hingucken, und mein Herz klopfte etwas schneller.

The elusive Rocky Mountain Bighorn Sheep finally (con)descended to give me an audience. This ovine of high altitudes is an anomaly along the Front Range, with a decades-old local history.  In 1946, when the trailer that was in the process of relocating a dozen animals from Colorado’s Tarryall Mountains to Pikes Peak broke down, they were released, and established a successful Bighorn Society in Queen’s Canyon, just west of Glen Eyrie, instead of making their way up to our local fourteener.

During each previous visit to Garden of the Gods, I had scanned the rocky crags to no avail. On this day, they weren’t even on my mind, which proved my introductory point above. Needless to say, I was over the moon to have made the acquaintance of one of the descendants of the original flock. Better late than never!

Das schlüpfrige Rocky-Mountains-Dickhornschaf ließ sich endlich dazu herab (im wahrsten Sinne des Wortes), mir eine Audienz zu gewähren. Diese Schafsart der hohen Gefilde ist im Vorgebirge der Rocky Mountains eine Ausnahme, mit einer jahrzehntelangen hiesigen Geschichte. Als der Anhänger, der 1946 ein Dutzend Tiere von den Tarryall Bergen in Richtung Pikes Peak transportierte eine Panne hatte, wurden sie in der Nähe freigelassen, und siedelten sich erfolgreich in Queen’s Canyon westlich von Glen Eyrie an, anstatt auf unserem hiesigen 4000 Meter hohen Berg.

Bei jedem Besuch von Garden of the Gods hatte ich die Felswände abgesucht, jedoch ohne Erfolg. An diesem Tag hatte ich sie nicht mal im Sinn, was mein obiges Argument bestätigte. Es versteht sich von selbst, daß ich überglücklich war, die Bekanntschaft mit einem der Nachfahren der ursprünglichen Herde gemacht zu haben. Besser spät als nie!