My Friend, The Tree, Is Dead

I happened upon a giant. It was dead.

The old cottonwood spread across the trail, its rotten trunk severed from its roots by a strong storm. Its branches reached out to the side, as if embracing the earth upon which it lay. The tree probably died years ago, but up until recently had been able to remain upright and show off its impressive size. The thick bark had peeled off little by little, revealing circuitous channels fashioned by wood-boring insects, which might well have contributed to its demise.

Its colorful leaves once reflected the various seasons—they shone with a bright green in the spring and with a richer emerald in the summer, before turning a brilliant gold in the fall, only to be followed by a dreary brown. The wind used to play melodious tunes on them, in a key that varied with the season, until the foliage fluttered to the forest floor.

Woodpeckers hammered at its wood, fashioning nurseries for their offspring, and fellow avians perched on the tree, loudly proclaiming their presence. Squirrels raced up and down its length, in hot pursuit of one another.

The cottonwood witnessed many a sunrise and sunset, mild and inclement conditions, oppressive heat and frigid cold. It weathered many years, yet its fate was determined by forces beyond its control. Drawing its life from the soil, the water, the sun, providing refuge and shade to other creatures, it fell to its knees when it no longer had the strength to stand.

Beautiful, majestic, life-giving tree. I can only hope to harbor some of your traits during my appointed time.

Ich stieß auf einen Riesen. Er war tot.

Die alte Pappel lag ausgestreckt auf dem Pfad, ihr morscher Stamm durch starke Stürme von den Wurzeln abgetrennt. Die Äste erstreckten sich zur Seite, so als umarmten sie die Erde, auf der sie lagen. Der Baum starb wahrscheinlich schon vor Jahren, aber bis vor kurzem hatte er sich aufrecht halten, und mit seiner Größe imponieren können. Die dicke Rinde hatte sich nach und nach abgelöst, und legte gewundene, von holzbohrenden Insekten geschaffene Rinnen frei, die sehr wahrscheinlich zu seinem Verfall beigetragen hatten.

Bunte Blätter spiegelten einst die verschiedenen Jahreszeiten wider. Sie waren hellgrün im Frühling, dunkelgrün im Sommer, leuchteten gold im Herbst, nur um von einem tristen Braun ersetzt zu werden. Der Wind spielte einst wohlklingende Melodien auf ihnen, in einer Tonart, die je nach Jahreszeit variierte, bis das Laub auf den Waldboden flatterte.

Spechte hämmerten ehemals an dem Holz und schufen Kinderzimmer für ihren Nachwuchs, während weitere Vögel im Baum saßen und lauthals ihre Präsenz verkündeten. Eichhörnchen rannten den Stamm hoch und runter und veranstalteten heiße Verfolgungsjagden.

Die Pappel erlebte Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, mildes und raues Wetter, brütende Hitze und Eiseskälte. Sie überlebte lange Jahre, doch war ihr Schicksal von Kräften außerhalb ihrer Kontrolle bestimmt. Sie hatte ihre Lebenskraft von der Erde, dem Wasser und der Sonne geschöpft, und anderen Kreaturen Unterschlupf gewährt. Als sie keine Kraft mehr zum Stehen hatte, ging sie in die Knie.

Wunderbarer, majestätischer, lebensspendender Baum. Ich hoffe, zu meinen Lebenszeiten einige Deiner Eigenschaften verwirklichen zu können.