In Harmony With Nature ?

One of the most striking paintings I have ever laid eyes upon graces a wall at Denver International Airport, where my husband and I revisited it recently, before our flight to Germany. Its title seems perfect at first. Picturesque sceneries, vibrant colors, adorable animals, and beaming faces bespeak the peace and goodwill between different beings and celebrate our unique earth with its unique dwellers. It is easy to get lost in the delicate details of this mural and its Edenic setting.

Eine der bemerkenswertesten Wandmalereien, die ich je gesehen habe, schmückt eine der Wände des internationalen Flughafens in Denver, wo mein Mann und ich es vor kurzem vor unserem Flug nach Deutschland zum wiederholten Male aufsuchten. Der Titel “In Harmonie mit der Natur”, scheint auf den ersten Blick perfekt. Malerische Landschaften, lebendige Farben, hinreißende Tiere und strahlende Gesichter zeugen von Frieden und Wohlwollen zwischen verschiedenen Kreaturen, und feiern unsere einzigartige Erde mit ihren einzigartigen Lebewesen. Es ist leicht, sich in den erlesenen Details dieses Wandbildes und seiner paradiesischen Kulisse zu verlieren.

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However, a glance to the side rudely jerks the viewer back into reality, as if transitioning from a beautiful dream to a nightmare. An adjacent painting depicts somber shades, a raging forest fire, deceased people in coffins, a pile of ivory, a turtle trapped in a fishing net, the trophy of an American Bison, which was brought back from the brink of extinction by a hair’s breadth, and a number of other animals not quite so lucky. The question mark behind the quetzal raises the possibility that it, too, is destined to follow suit. Fortunately, so far, the Resplendent Quetzal (Pharomachrus moccino), the national bird of Guatemala, has survived, but the same cannot be said of countless other plants and animals.

Wenn man allerdings seinen Blick weiter wandern läßt, wird man brutal in die Wirklichkeit zurückgeholt, findet sich nicht mehr in einem wunderschönen, sondern in einem Alptraum. Ein benachbartes Gemälde zeigt düstere Töne, einen tobenden Waldbrand, verstorbene Menschen in Särgen, einen Stapel Elfenbein, eine im Fischnetz verfangene Schildkröte, die Trophäe eines amerikanischen Bison, der der Ausrottung nur um Haaresbreite entkam, und eine weitere Anzahl an Tieren, die weniger Glück hatten. Das Fragezeichen hinter dem Quetzal deutet die Möglichkeit an, daß er der nächste sein wird. Glücklicherweise hat der Vogel, der nationales Symbol von Guatemala ist, bisher überlebt, was man von zahllosen anderen Pflanzen- und Tierarten nicht behaupten kann.

As much as this artistic creation celebrates life, it also portrays what we have to lose, or have already lost. Which picture do we want? Which do we get? Is there still enough time to prevent the second scenario? It is up to us to chose. What will it be?

So sehr diese künstlerische Kreation das Leben feiert, stellt sie auch dar, was wir zu verlieren, oder bereits verloren haben. Welches Bild wollen wir? Welches bekommen wir? Besteht noch genug Zeit, das zweite Szenarium abzuwenden? Es ist unsere Wahl. Wie wird sie aussehen?

The mural “In Harmony With Nature” was created 1994 by Leo Tanguma/das Wandgemälde “In Harmonie mit der Natur” wurde 1994  von Leo Tanguma geschaffen. Assisted by/mit Hilfe von: Leticia Tanguma and Cheryl Detwiler. Additional assistance /zusätzliche Unterstützung: Mark Garcia, Donna Clemenson, Linda Clements, Jennifer Deam, Don French, Charles Guzman. Research by/recherchiert von William Meredith.

Thanks to one of my fellow bloggers, Steven Schwartzman (here is a link to his blog: Portraits of Wildflowers), you can read more about the artist, Leo Tanguma, in an article in the Houston Chronicle (https://www.houstonchronicle.com/entertainment/article/Leo-Tanguma-the-muralist-Houston-forgot-12344786.php). 

28 thoughts on “In Harmony With Nature ?

    • Ich hoffe, daß all die Proteste etwas bewirken, liebe Brigitte. Ich glaube einfach die meisten Menschen leben so von der Natur isoliert, daß sie es im Grunde gar nicht so nachvollziehen können, warum wir uns so aufregen. Nur so konnte es zu diesem Punkt kommen.
      Laß uns weiter das Beste hoffen!

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  1. Ja, liebe Tanja, welches Bild wollen wir? Das frage ich mich auch immer öfter. Und ich glaube, das hat nicht mal viel mit wollen zu tun. Die einen, die das zweite Bild fürchten, sind doch eher machtlos ob des Ausmaßes der Naturzerstörung und können wenig tun. Die anderen, denen dieses zweite Bild gar nicht bewusst ist (oder die es nicht sehen wollen) sind immer noch zu viele.

    Ich lese gerade ein interessantes Buch von Dave Goulson „Wildlife Gardening – Die Kunst im eigenen Garten die Welt zu retten“ . In einem Kapitel geht es um den Torf in der gewerblich vertriebenen Blumenerde (auch Torfmoore sind bedroht, dabei binden sie unheimlich viel CO2), und die Vertreiber dieser Torferde argumentieren mit Kundenwunsch. Der Auto sagt dazu: “ …damit ziehen sie sich aus der Verantwortung und rechtfertigen sich allein über den Profit“. So ist es – nicht nur bei Torf.

    Umso wichtiger ist es, die Schönheit der Natur immer wieder zu zeigen – genau so, wie Du es mit Deinem wunderbaren Blog tust! Sei herzlichst gegrüßt, Ulrike

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    • Ich danke Dir herzlich für Deine tiefgehenden Gedanken, liebe Ulrike.

      So ähnlich sehe ich das auch-den meisten Menschen ist nicht bewußt, was da passiert, obwohl es immer mehr von uns an der eigenen Haut zu spüren bekommen, wenn die Wälder brennen, die Nahrungsmittel nicht mehr wachsen, oder die Flüsse überfluten.

      Unsere Kurzsichtigkeit, Profitgier sowie die Einstellung, “nach mir die Sintflut”, haben uns zu diesem Punkt gebracht. Bleibt nur zu hoffen, daß uns noch genug Zeit bleibt, den Kurs zu wechseln.

      Zeigen wir weiterhin auf unseren Blogs, was wir zu verlieren haben-Du am Meer, und ich in den Bergen.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Tanja

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  2. Vielleicht haben wir philosophisch betrachtet einfach keine andere Wahl als die Selbstzerstörung. Und das weil der Mensch stirbt und in seiner (Lebens-) Begrenzung den Respekt für das große und ganze verloren hat. Vielleicht…

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  3. This is stunning. For both the beauty of the art, but the strong message and emotions it evokes. And thanks to viewing the comments, I can research more about the artist and background 🙂
    Thank you for sharing Tanja! ❤

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  4. Art as protest or to get people to think critically, engage history, appreciate nature, etc. is all over the Houston area. I never knew if Tanguma, and I’ve been in Houston my whole life.

    The airport murals are striking! Thank you for the macro and micro lenses to highlight the entire piece here. (Of course, the Whooping Crane jumped right out at me.) Had I seen it at the airport with my own eyes, I might have stood long enough to miss my flight entirely. Thanks to Steve for linking the article. Beautiful and informative post, Tanja. Yours always requires a long sit by the creek in order to soak the whole post in.

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    • Thank you, Shannon. I am glad the mural captivated you. I have yet to see a Whooping Crane in real life, but because it was a lifer for you not so long ago, it probably held additional meaning for you.
      It was great to learn more about the artist through Steve’s link. It’s good to have artists remind us with brush or pen of what is important.
      Best wishes,
      Tanja

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